Frau um die 55 schläft ruhig in einem hellen Schlafzimmer

Kurz gesagt

Ab 50 schlafen viele Menschen leichter und wachen nachts öfter auf. Feste Zeiten, Tageslicht am Morgen, Bewegung am Tag und ein kühles, dunkles Zimmer können den Schlaf verbessern. Beginnen Sie mit ein oder zwei Punkten.

Sie wachen um drei Uhr auf, der Kopf ist hellwach, und an Einschlafen ist nicht zu denken. Wenn Ihnen das bekannt vorkommt: Sie sind damit nicht allein. Viele Menschen schlafen ab 50 leichter und wachen öfter auf als früher. Das hat Gründe, und gegen vieles können Sie selbst etwas tun.

Was sich im Schlaf mit dem Alter verändert

Mit den Jahren nimmt der Tiefschlaf ab, und der Schlaf wird insgesamt leichter. Kleine Geräusche, Licht oder eine volle Blase reichen dann aus, um Sie zu wecken. Bei Frauen kommen die Hormonumstellungen der Wechseljahre dazu, bei Männern ändert sich der Hormonhaushalt langsamer. Auch die innere Uhr verschiebt sich bei vielen nach vorn: Man wird abends früher müde und wacht morgens früher auf.

Häufige Gründe fürs nächtliche Aufwachen

Was Sie ausprobieren können

  1. Feste Zeiten: Gehen Sie jeden Tag ungefähr zur gleichen Zeit ins Bett und stehen Sie zur gleichen Zeit auf, auch am Wochenende. Das gibt Ihrer inneren Uhr einen klaren Rhythmus.
  2. Morgenlicht: Gehen Sie nach dem Aufstehen kurz nach draußen. Zehn bis zwanzig Minuten Tageslicht helfen der inneren Uhr beim Einstellen.
  3. Bewegung am Tag: Krafttraining und Spaziergänge fördern bei vielen einen tieferen Schlaf. Intensives Training legen Sie am besten nicht in die letzten zwei bis drei Stunden vor dem Schlafen.
  4. Koffein früh stoppen: Der letzte Kaffee am frühen Nachmittag ist für viele ein guter Richtwert.
  5. Abends leichter essen und trinken: Eine schwere Mahlzeit spät am Abend belastet den Schlaf. Trinken Sie die größere Menge lieber früher am Tag.
  6. Ein kühles, dunkles Zimmer: Rund 16 bis 19 Grad sind für viele angenehm. Verdunkeln Sie das Zimmer und lassen Sie das Handy außer Reichweite.
  7. Ein kurzes Abendritual: Lesen, leichtes Dehnen oder ruhige Musik. Der Körper lernt, dass jetzt die Ruhe beginnt.

Wenn Sie nachts wach liegen

Schauen Sie nicht ständig auf die Uhr. Das erhöht den Druck. Wenn Sie nach etwa 20 Minuten noch wach sind, stehen Sie kurz auf, setzen Sie sich bei gedämpftem Licht hin und lesen Sie etwas Ruhiges. Gehen Sie zurück ins Bett, sobald Sie müde werden. So verbindet der Körper das Bett wieder mit Schlaf.

Wann Sie mit Ihrem Arzt sprechen sollten

Wenn Sie über Wochen schlecht schlafen, tagsüber stark müde sind oder nachts laut schnarchen und Atemaussetzer bemerkt werden, lassen Sie das abklären. Dahinter kann zum Beispiel eine Schlafapnoe stecken, die gut behandelbar ist.

Fazit

Ein leichterer Schlaf gehört für viele zum Älterwerden. Mit festen Zeiten, Tageslicht, Bewegung und einem ruhigen Abend können Sie die Nächte oft spürbar verbessern. Fangen Sie mit ein oder zwei Punkten an und geben Sie ihnen zwei bis drei Wochen Zeit.


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